Vom Wildpark ins Waldhotel
Montag, 27.4.2026
Abschied vom Wildtierpark Hundshaupten
Wir verlassen den Wildtierpark Hundshaupten mit vielen schönen Eindrücken und dem Gefühl, einen rundum gelungenen Besuch erlebt zu haben.
- Blumenlatsche
- Schöne Deko
Noch ein letzter Blick auf die „Blumenlatschen“ sowie die geschnitzten Waschbären- und Wolfsskulpturen vor dem Eingang, dann machen wir uns zufrieden auf den Weg zum Auto.
- Geschnitzter Wolfskopf
- Geschnitzter Waschbärenkopf
Während ich den Zündschlüssel drehe, fragen wir uns, wie wohl das Hotel sein wird. Mit dem letzten in Stuttgart waren wir ja nicht so zufrieden.
Vom Wildtierpark Richtung Nürnberg
Um 16:15 Uhr geht‘s los. Die Anfahrt heute Vormittag war ja noch ziemlich chaotisch – über die A9 und anschließend die St 2163. Ab Weidenhüll ging es dann weiter über eine namenlose Straße nach Kleingesee, Bieberbach und Schweinthal. Danach folgten noch etwa zwei Kilometer über gesperrte Straßen durch Oberzaunsbach bis zum Wildtierpark.
Der Rückweg zum Hotel in Nürnberg verläuft dagegen deutlich geordneter: Wir fahren zunächst nach Hundsboden und dann über die St 2242, St 2191 und die B2 bis Forth. Von dort geht es weiter über die St 2236 bis zur A9-Auffahrt „Schnaittach“. Auf der A9 fahren wir bis zur Ausfahrt „Nürnberg-Fischbach, Messe“.
Dort stockt uns zunächst der Atem: Keine 50 Meter neben der stark befahrenen B4 steht auf einer Wiese eine komplette Rotte Wildschweine. Das wirkt auf uns ziemlich heikel. Entsprechend vorsichtig setzen wir die Fahrt fort und erreichen nur fünf Minuten später, um 17:20 Uhr, den großen kostenlosen Waldparkplatz des H+ Hotels in Altenfurt.
H+Hotel Nürnberg-Altenfurt
Was unterwegs – abgesehen von den Wildschweinen – noch auffiel: Zum einen die hohen Spritpreise in der Region. In Gräfenberg kostet E10 2,099 €/l, in Ingersdorf 2,119 €/l, also 14 bzw. 16 Cent mehr als bei meinem letzten Tankstop am 30. März in Mering, zum anderen gibt es aber auch etwas zu feiern: Vor neun Kilometern, am Kreuz Nürnberg, hat „Katzabärle“ die 75.000-Kilometer-Marke erreicht.
- Unser Hotel in Altenfurt
- Es gibt reichlich Parkplätze.
Im H+ Hotel
Am Check-in-Desk, der tatsächlich sieben Tage rund um die Uhr besetzt ist – wo gibt es das heute noch? – werden wir ausgesprochen herzlich empfangen. Man fühlt sich sofort willkommen. Keine zwei Minuten später halten wir auch schon – „Wollen Sie einen oder zwei Schlüssel?“ – unsere Zimmerkarte für Zimmer 158 im ersten Stock in der Hand.
- Bequeme Betten
- Gemütlicher Erker
Im Zimmer selbst sind wir positiv überrascht: Auf den Boxspringbetten liegen kleine Tütchen mit Gummibärchen, und auf dem Tischchen vor dem Fenster stehen zwei Flaschen Wasser – eine mit, eine ohne Kohlensäure. Das zischt nach einem heißen Tag so richtig.
Das Haus ist zwar etwas älter, aber sehr gepflegt und absolut zweckmäßig ausgestattet. Es gibt keine Klimaanlage und auch sonst keinen überflüssigen Schnickschnack – dafür aber etwas deutlich Wertvolleres: einen wunderschönen Wald direkt vor dem Fenster. Die ruhige Lage zum Wald hin hat unseren Schlaf spürbar verbessert. Zusätzlich sorgen die dicken, soliden Wände für angenehme Ruhe – ein klarer Unterschied zu vielen modernen Budget-Hotels.
Wenn man sich die Bewertungen im Internet ansieht, wird immer mal wieder die Zimmergröße kritisiert. Das können wir überhaupt nicht nachvollziehen – für uns ist der Raum völlig ausreichend. Die Boxspringbetten sind sehr bequem, die Matratzen hochwertig, und sowohl Bettwäsche als auch Zimmer und Bad sind tadellos sauber. Die wenigen unvermeidliche Gebrauchsspuren – hier leben ja schließlich Menschen – nehmen wir locker in Kauf.
Während Susanne den Koffer auspackt und das Waschzeug im Bad verstaut, teste ich den Fernseher – alle gängigen Programme sind verfügbar, sogar Sky. Einziges kleines Problem: Susanne bekommt das WLAN nicht mit dem Handy verbunden. Aber dafür gibt es ja die Rezeption.
- Einladende Bar
- Hier kann man es aushalten.
Als sie wieder zurückkommt, funktioniert dann auch das problemlos.
Abendspaziergang im Langwasser-Reichswald
Nach dem Ankommen und ein paar Minuten Fernsehen machen wir uns auf zu einem kleinen Abendspaziergang. Dazu bietet sich der Lorenzer Reichswald, umgangssprachlich auch Langwasser-Reichswald genannt, der gleich hinter dem Hotel beginnt, geradezu an. Nach einem langen Tag kann man hier wunderbar spazieren, durchatmen und die frische Luft genießen – ideal zum Abschalten.
Wir gehen etwa einen Kilometer in den Wald hinein und drehen dann wieder um. Sehr schnell merken wir, dass unsere Körper die Rechnung vom Wildtierpark – ich erinnere nur an den Anstieg zu den Wölfen – noch nicht ganz beglichen haben.
- Waldweg hinter dem Hotel
- Wir schnuppern Abendluft.
Die Oberschenkel schmerzen zwar nicht direkt, machen sich aber deutlich bemerkbar: Da ist so ein dumpfes Ziehen bei jedem Schritt. Auch die Knie wirken etwas empfindlicher als sonst, nicht im Sinne von „kaputt“, eher so, als würden sie jede Bewegung besonders bewusst registrieren. Und die Füße erinnern bei jedem Abrollen daran, dass sie bereits einen langen Tag hinter sich haben. Insgesamt gehen wir etwas vorsichtiger, ohne es eigentlich wirklich zu wollen – nicht langsam, aber wohlüberlegt, als würde der Körper sagen: „Ich bringe euch noch nach Hause, aber bitte keine Eskapaden mehr.“
- Wir sind ganz alleine unterwegs.
- Kaum mehr Schatten
Wenn wir dann in der Abendsonne unsere Schatten sehen, wirkt es fast so, als wären wir – zumindest heute – nur noch Schatten unserer selbst. Aber schön war‘s trotzdem.
Abend im Hotelzimmer
Wir sind wieder zurück. Der kleine Waldspaziergang hat den Kopf so richtig schön frei gemacht. Draußen ist es inzwischen auch ruhig geworden, und im Haus kehrt langsam diese typische Hotel-Abendstimmung ein: gedämpfte Geräusche, vereinzeltes Türenöffnen auf dem Flur, sonst Stille.
Im Zimmer ist inzwischen alles vertraut – Koffer in der Ecke, Jacken über den Stuhl, ein bisschen Tagesmüdigkeit in den Gliedern. Zum Einschlafen kann man sich vorm Flachbildschirm noch gut ein bisschen berieseln lassen und einfach runterkommen.
Ein Bierchen noch und Chips, die Beine hochgelegt – und dann ist auch bald „Zapfenstreich“.
Dienstag, 28.4.2026
Frühstück
Wir haben geschlafen wie tot. Nach der Morgentoilette sind wir gespannt aufs Frühstück. Dieses gibt es im Erdgeschoss in einem Bereich, der sehr „landgasthofmäßig“ gestaltet ist – mit mehreren gemütlichen Stuben statt eines großen, anonymen Saals.
- Frühstücksraum
- Sitzgruppe bei der Rezeption
Das Buffet ist sehr umfangreich, frisch und lässt kaum Wünsche offen. Von Brot, Brötchen und Gebäck über verschiedene Wurst- und Käsesorten bis hin zu Müsli, Cornflakes, Gemüse, warmen Speisen und natürlich Nürnberger Würstchen ist alles dabei. Besonders praktisch: Frühstück gibt es bereits ab 6:30 Uhr – ideal für alle, die früh in den Tag starten möchten.
In „unserer“ Stube sind wir ganz allein. Vielleicht frühstücken andere Gäste in den benachbarten Räumen. Uns gefällt dieses angenehme „Unter-uns-Sein“ sehr.
Gewöhnungsbedürftig ist lediglich der Service-Mitarbeiter, der etwas übereifrig reagiert, als er uns demonstriert, wie man den Orangensaftzapfer bedient. Der Automat selbst ist allerdings auch alles andere als selbsterklärend. Weil offenbar niemand auf Anhieb damit zurechtkommt, klebt daneben eine briefmarkengroße Bedienungsanleitung. Die ist jedoch so klein, dass sie „keine Sau“ lesen kann.
- Wir laden unsere Teller auf.
- Es gibt sowohl Süßes als auch Deftiges.
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